Logistikwissen

Proaktiver Einkauf für erfolgsorientierte Online-Händler

Lagerreichweite und Bestandsplanung im E-Commerce

Lagerlogistik

Als Online-Händler müssen Sie sich permanent mit dem Thema Einkauf beschäftigen, wenn Sie erfolgreich sein und bleiben wollen. Die Zielsetzung muss dabei sein, dass Sie alle regelmässig verkauften Produkte jederzeit im Lager verfügbar halten. Gleichzeitig muss es aber um jeden Preis vermieden werden, dass Sie es mit unverkäuflichen Beständen zu tun haben, die sich als hartnäckige Ladenhüter erweisen.

Hierbei haben wir es mit einer komplizierten Gratwanderung zu tun. Auf der einen Seite wollen wir bei unseren Lieferanten natürlich gute Einkaufspreise erzielen. Dies gelingt oft nur dann, wenn wir Produkte in einer grösseren Menge einkaufen. Auf der anderen Seite kostet jeder Kubikmeter Lagerfläche bares Geld. Entsprechende Kosten müssen natürlich in die Gesamtkalkulation einbezogen werden.

Hinzu kommt, dass der Einkauf grosser Posten immer mit Risiken verbunden ist. Es kann jederzeit dazu kommen, dass das Interesse der Verbraucher an einem bestimmten Produkt jäh endet und Sie als Online-Händler alternative Wege beschreiten müssen, um die ungeliebte Ware schnell loszuwerden.

Oberstes Ziel muss allerdings für jeden Händler sein, immer lieferfähig zu bleiben. Es ist mehr als unbefriedigend, wenn Sie Produkte aus Ihrem Sortiment eigentlich in grossen Stückzahlen verkaufen könnten, dies aber nicht stattfindet, weil Sie nicht genug Ware eingekauft haben.

Der optimale Umgang mit Ladenhütern

Die oberste Prämisse für Shop-Betreiber sollte immer darin bestehen, dass es gar nicht erst zu Ladenhütern kommt. Ganz vermeiden lässt sich dies aber in den meisten Fällen nicht. Es kann immer wieder vorkommen, dass sich ein Produkt, das Sie in einer gewissen Menge eingekauft haben, als schlecht verkäuflich erweist.

Nun beginnt in gewisser Weise ein Wettlauf mit der Zeit. Lagerkosten führen nämlich dazu, dass betroffene Produkte von Monat zu Monat immer teurer werden. Die anteiligen Lagerkosten müssen dabei den ursprünglichen Einkaufskosten zugeschlagen werden. Je nach Grösse des Produktes können hier schnell hohe Beträge zusammenkommen.

Jetzt heisst es rechtzeitig zu reagieren. Sie müssen den Posten loswerden, bevor er sich wirklich als grösserer Verlust erweist. Hierzu eignen sich auf der einen Seite Verkäufe an Endkunden über Plattformen wie eBay und auf der anderen Seite komplette Verwertungen des Bestandes über Postenhändler. Diese übernehmen Ihren Gesamtbestand zwar nur zu niedrigen Preisen, sorgen aber immerhin dafür, dass Fläche im Lager frei wird und keine weiteren Kosten anfallen.

Dropshipping als alternative für Online-Händler?

Wenn es um die Probleme von Online-Händlern in Sachen Lagerreichweite und Bestandsplanung geht, dann wird oft von dem Handelsmodell Dropshipping gesprochen. Hierbei kommt der Händler selbst nie in physischen Kontakt mit der von ihm angebotenen Ware. Diese verbleibt stattdessen beim jeweiligen Hersteller oder Grosshändler und wird im Fall einer Bestellung von diesem direkt an den Endkunden verschickt.

Auf der einen Seite sorgt dieses System zwar dafür, dass weniger Kapital in den Warenbestand investiert werden muss und dass Sie als Händler kein Warenrisiko eingehen. Auch der Verzicht auf ein eigenes Lager und auf das dazugehörige Lagerpersonal wirkt sich positiv aus.

Allerdings ist die Anzahl an Dropshipping Lieferanten vergleichsweise gering. Die Auswahl an Produkten, die Sie in Ihrem Shop anbieten können, ist daher sehr begrenzt. Hinzu kommt, dass Sie durch die Einzelabnahme von Produkten bei Herstellern und Grosshändlern deutlich schlechtere Einkaufskonditionen erhalten als die regulär arbeitenden Online-Händler. Und nicht zuletzt ist Dropshipping mit mehreren Lieferanten immer problematisch in Bezug auf die Versandlogistik. Bestellt ein Kunde Produkte aus unterschiedlichen Bezugsquellen, dann erhält er mehrere Pakete, die unter Umständen an unterschiedlichen Tagen bei ihm eintreffen und von verschiedenen Paketdiensten geliefert werden. Das macht auch die Abwicklung von Retouren nicht gerade einfacher.

Unser Fazit: Setzen Sie auf ein professionelles Bestandsmanagement

Deutlich besser ist es, wenn Sie stattdessen auf moderne und professionelle Strukturen setzen und Warenwirtschaftssysteme einsetzen, die Sie in Bezug auf das Bestandsmanagement aktiv unterstützen. Hier schlägt Ihnen das Programm auf der Grundlage von konkreten Daten vor, welche Produkte zu welcher Zeit und in welcher Menge nachbestellt werden müssen.

Alternativ dazu lohnt sich auch die Zusammenarbeit mit einem externen Logistiker. Dieser übernimmt Lagerung und Versand für Sie, bearbeitet die eingehenden Retouren und bietet Ihnen aktive Unterstützung in Sachen Bestandsmanagement.

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