Logistikwissen

  • Startseite
  • News
  • Diese Strategien machen Sie im E-Commerce zu einem besseren Chef

Diese Strategien machen Sie im E-Commerce zu einem besseren Chef

Letztlich entscheiden Sie selbst über Ihren Erfolg

Leadership

Im Online-Handel haben wir es mit einer ganzen Reihe von Erfolgsfaktoren zu tun, von denen am Ende des Tages abhängt, wie gut sich Ihr Geschäft entwickelt. Hierzu zählen zum Beispiel Ihr Sortiment, Ihre Sichtbarkeit im Web, die Besucherfreundlichkeit Ihres Shops oder die Services, die Sie Ihren Kunden bieten. Eines wird hierbei allerdings häufig übersehen: Ihre Persönlichkeit als Chef, Ihr Verhalten als Vorgesetzter und Ihre Skills als Führungskraft wirken sich sehr deutlich auf den geschäftlichen Erfolg aus.

Wir haben für Sie die zehn wichtigsten Eigenschaften zusammengestellt, die einen guten Chef ausmachen. Anhand dieser Kriterien können Sie auf einfache Weise bewerten, wie gut Sie als Vorgesetzter bereits sind und in welchen Bereichen Sie sich noch verbessern können.

1. Vertrauen: Das Prinzip der Gegenseitigkeit
Teams, die über eine längere Zeit erfolgreich zusammenarbeiten, zeichnen sich vor allem durch das gegenseitige Vertrauen der Mitarbeiter aus. Jeder weiss, dass er sich auf den anderen verlassen kann. Die Fähigkeiten und auch die Schwächen der einzelnen Teammitglieder sind bekannt und werden in den Arbeitsabläufen berücksichtigt.
Ein solches Vertrauen entsteht nicht von selbst. Als Chef müssen Sie hier mit gutem Beispiel voran gehen. Bringen Sie Ihren Mitarbeitern Vertrauen entgegen und verabschieden Sie sich davon, jede Kleinigkeit akribisch kontrollieren zu müssen. Gewähren Sie stattdessen vertrauensvolle Freiräume. Damit schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass auch Ihnen vertraut wird.

2. Fairness: Transparenz und Konsistenz
Fairness ist ein entscheidender Wert in jedem Unternehmen und in jedem Team. Wenn sich Ihre Mitarbeiter darauf verlassen können, dass Sie in jeder Situation fair und gerecht mit ihnen umgehen, dann entsteht eine vertrauensvolle und produktive Atmosphäre.

Konkret sollten Sie im Falle von Fehlern oder Konflikten nicht vorschnell urteilen, sondern sich genau erklären lassen, was geschehen ist. Kommunizieren Sie Kritik unter vier Augen und nutzen Sie Einzelgespräche mit Ihren Mitarbeitern, um unangenehme Dinge anzusprechen. Sparen Sie nicht mit Lob und Anerkennung und zeigen Sie Ihrem Team, dass Sie aktiv an der Arbeit teilnehmen und selbst kleine Details mitbekommen.

3. Wertestabilität: Die wichtige Vorbildfunktion
Als Chef sind Sie unter anderem dafür verantwortlich, den Werterahmen im Unternehmen vorzugeben. Da Sie eine Vorbildfunktion haben, werden die Werte, zu denen Sie sich selbst bekennen und die Sie vorleben, von Ihren Mitarbeitern übernommen. Dies gilt sowohl für den Umgang der Teammitglieder untereinander als auch für den Kontakt nach aussen.

Die wichtigsten unternehmerischen Werte sind dabei Ehrlichkeit, Transparenz, Offenheit und Vertrauen. Wenn es Ihnen gelingt, diese Werte nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch gegenüber Ihrer Internet-Kundschaft zu zeigen, dann bildet das die beste Voraussetzung für geschäftlichen Erfolg.

4. Teamfähigkeit: Gemeinsam Stärke erreichen
Bestimmte Stärken und Fähigkeiten im Unternehmen können nur dann erreicht werden, wenn die einzelnen Mitarbeiter erfolgreich im Team zusammenarbeiten. Auf diese Weise werden Fähigkeiten und Kompetenzen verstärkt, während Defizite und Schwächen gleichzeitig abgemildert werden. Wie gut die Teamfähigkeit in Ihrem Unternehmen ausgeprägt ist, hängt stark davon ab, wie teamfähig Sie selbst sind.

Zeigen Sie deutlich, dass Sie echte Teamarbeit schätzen und leben Sie Ihren Mitarbeitern vor, wie man sich selbst zurücknimmt, um das Team zu stärken. Integrieren Sie sich selbst in das Team und nehmen Sie dabei keine Sonderrolle ein, sondern verhalten Sie sich so, wie Sie es von Ihren Mitarbeitern wünschen und erwarten.

5. Visionen: Inspiration für das ganze Unternehmen
Als Chef gehört es zu Ihren Aufgaben, die Richtung vorzugeben, in die sich das Unternehmen langfristig bewegen soll. Hierzu benötigen Sie eine klare Vision und damit eine konkrete Vorstellung davon, wie sich das Business im Idealfall entwickeln wird.

Ihre Vision sollten Sie dabei auf keinen Fall für sich behalten, sondern ganz transparent mit den Mitarbeitern teilen. Nur so können die einzelnen Teammitglieder einen tieferen Sinn hinter ihrer täglichen Arbeit erkennen und selbst nachvollziehen, wie gut sie dazu beitragen, sich Ihren langfristigen Zielen zu nähern.

6. Interesse: Offen für Neues
Chefs machen häufig den Fehler, dass Sie neue Ideen und Impulse nur dann ernst nehmen und umsetzen, wenn sie von ihnen selbst stammen. Das führt allerdings dazu, dass viele Ideen nie die Chance darauf erhalten, im Unternehmen auch wirklich umgesetzt zu werden.

Sie sollten sich daher um Offenheit um die neuen Ideen Ihrer Mitarbeiter bemühen. Hören Sie sorgfältig zu, setzen Sie die Gedanken Ihrer Leute in einen strategischen Kontext und übernehmen Sie, wenn es passt, die Perspektiven der anderen. Nur so schaffen Sie eine Atmosphäre, in der Ihre Mitarbeiter sich frei fühlen, über Verbesserungen und Entwicklungen nachzudenken und diese offen zu äussern.

7. Empathie: Verständnis und Mitgefühl
Als Chef sind Sie für Ihre Mitarbeiter eine sehr wichtige Person und ein wertvoller Ansprechpartner. Deshalb sollten Sie sich immer darum bemühen, für alle Menschen im Unternehmen ansprechbar zu sein. Hören Sie aktiv zu, wenn ein Teammitglied sich mit persönlichen Themen an Sie wendet und versuchen Sie die Anliegen dahinter herauszubekommen.

Ihre Fähigkeit zu Empathie trägt im unternehmerischen Alltag dazu bei, Konflikte zu vermeiden oder zu lösen, sorgt dauerhaft für eine gute Motivation der einzelnen Mitarbeiter und schafft Kontinuität im Team.

8. Eindeutigkeit: Konsequent und einfach
Nur wenn Ihre Mitarbeiter jederzeit genau wissen, was Sie von ihnen erwarten, können sie Ihre Ziele und Pläne optimal verfolgen und umsetzen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie sich gegenüber Ihrem Team immer ganz eindeutig, einfach, klar und konsequent äussern.

Hierbei ist es vor allem wichtig, dass Sie bei Ihren Standpunkten und Entscheidungen bleiben. Wenn es doch einmal zu Änderungen diesbezüglich kommt, dann sollten Sie das frühzeitig und deutlich mitteilen und erklären. So verhindern Sie Missverständnisse und sorgen dafür, dass jeder Mitarbeiter immer genau weiss, was Sie erwarten.

9. Mut: Fehlerkultur aktiv fördern
Wenn es uns nicht erlaubt ist, Fehler zu machen, dann verlieren wir früher oder später unseren Mut. Wir erledigen unsere Arbeit dann zwar vorschriftsgemäss, wagen es aber nicht, einmal einen neuen Weg zu beschreiten oder etwas Neues auszuprobieren. Ihre Aufgabe als Chef besteht daher auch darin, für eine gute Fehlerkultur im Unternehmen zu sorgen.

Zeigen Sie dem Team, dass es okay ist, wenn es auch einmal zu einem Fehler kommt. Leben Sie vor, dass man zu Fehlern stehen soll und diese einräumen muss. Schaffen Sie eine angstfreie Atmosphäre, in der mit Fehlern und Schwächen offen umgegangen wird.

10. Authentizität: Perfektion ist eine Illusion
Wenn Sie als Chef versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass Sie selbst perfekt sind, dann ist dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Sie sind ein Mensch wie jeder andere und daher unterlaufen auch Ihnen Fehler. Aus diesem Grund sollten Sie erst gar nicht probieren, Ihren Leuten den perfekten Chef vorzuspielen.

Geben Sie sich lieber authentisch und zeigen Sie sich auch mit Ihren menschlichen Eigenschaften und Schwächen. Das macht Sie glaubwürdig, schaffst Vertrauen und setzt Sie persönlich ausserdem weniger unter Druck.

Unser Fazit: Es lohnt sich, in Ihre Fähigkeiten zu investieren
Sie haben jetzt viele Bereiche kennengelernt, in denen Sie sich als Chef und als Führungsperson verbessern können. Es lohnt sich, in diesem Bereich aktiv zu werden. Sie verbessern dadurch die gesamte Atmosphäre im Unternehmen und erreichen gleichzeitig bessere Arbeitsergebnisse.

Bei dieser Optimierung handelt es sich nicht um einen einmaligen Prozess. Stattdessen sollten Sie immer wieder überprüfen, ob Ihr Verhalten und Ihre Führungseigenschaften immer noch Ihren Vorstellungen und Überzeugungen entsprechen. Ist das nicht mehr der Fall, dann sollten Sie nachjustieren.