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Am Ende kommt es auf den Gewinn an: Sparsame Online-Händler sind im Vorteil

Ohne Profit hat Ihr Unternehmen keine Zukunft

Teamwork

Für selbständige Unternehmer hat das Streben nach Gewinn nichts mit Gier zu tun. Vielmehr ist eine profitable Geschäftsentwicklung die absolute Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen überhaupt langfristig überleben kann. In dieser Hinsicht bildet der Online-Handel keine Ausnahme. Auch hier gilt, dass zuverlässig Gewinn erwirtschaftet werden muss, um die Existenz des Shops zu sichern. Dabei haben Sie als Internet-Unternehmer einen grossen Einfluss darauf, wie sich Ihr Profit im Laufe der Zeit entwickelt.

Der unternehmerische Gewinn ist die Differenz zwischen den Einnahmen auf der einen und den Ausgaben auf der anderen Seite. Damit herrscht bereits Klarheit über die beiden wichtigsten Stellschrauben, mit denen Sie Einfluss auf Ihren Profit nehmen können. Zum einen besteht die Möglichkeit, für höhere Einnahmen zu sorgen. Dies gelingt vor allem mit den wirksamen Werkzeugen des modernen Online-Marketings. Um diesen Aspekt soll es im folgenden Artikel allerdings nicht gehen. Hier wollen wir uns stattdessen mit der zweiten Stellschraube, den Ausgaben, beschäftigen. Je niedriger diese nämlich ausfallen, um so besser entwickelt sich der Gewinn.

Ausgaben sind die Kosten Ihres Unternehmens. Diese lassen sich unterteilen in Einkaufskosten für Ihre Verkaufsware, in die laufenden Kosten für die Aufrechterhaltung Ihres Betriebes und in die auftragsbezogenen Logistikkosten. Unberücksichtigt bleiben hierbei Ausgaben für individuelle Marketing-Massnahmen. Diese wollen wir hier nicht behandeln, da es sich um Kosten handelt, denen eine unmittelbare Erwartung in Bezug auf zusätzliche Umsätze gegenübersteht.

Zu den anderen drei Kostenarten bieten wir Ihnen an dieser Stelle nähere Informationen. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie Sie Ihre Ausgaben senken und dadurch Ihren Gewinn erhöhen können.

Einkaufskosten im Online-Handel

Die Einkaufskosten im Online-Handel beziehen sich vor allem auf die Beschaffung der Produkte, die Sie in Ihrem Web-Shop verkaufen. Sie beschränken sich dabei meist nicht auf den eigentlichen Produktpreis. Hinzu kommen nämlich oft noch Verpackungs- und Versandkosten und mitunter auch andere Aufschläge. Wenn Sie sich also mit den Einkaufspreisen beschäftigen, sollten Sie immer die Gesamtkosten für die Produktbeschaffung berücksichtigen.

Um Einkaufskosten zu senken bieten sich drei verschiedene Möglichkeiten an:

    1. Verhandlungen mit dem jeweiligen Lieferanten 2. Suche nach neuen Lieferanten 3. Suche nach alternativen Produkten

Wenn Sie Ihre Einkaufskosten senken wollen, sollten Sie zunächst einmal damit beginnen, konsequent mit Ihren Lieferanten zu verhandeln. Führen Sie mindestens einmal pro Jahr Preisgespräche mit Ihren wichtigsten Lieferanten. Darüber hinaus sollten immer dann Verhandlungen geführt werden, wenn sich das gemeinsame Geschäftsvolumen stark erhöht oder wenn günstigere Mitbewerber am Markt aufgetaucht sind.

Versäumen Sie es darüber hinaus nicht, den Markt von Zeit zu Zeit nach alternativen Bezugsquellen zu durchsuchen. Es ist gut möglich, dass Sie bei einem anderen Lieferanten bessere Konditionen für die identische Ware erhalten. Ob Sie dies nutzen, um den Lieferanten zu wechseln oder um noch entschiedenere Verhandlungen zu führen, bleibt Ihnen überlassen. In jedem Fall senken Sie auf diese Weise Ihre Einkaufskosten spürbar.

Auch die Suche nach Produktalternativen bietet eine gute Möglichkeit, um Einkaufskosten zu sparen. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn es sich nicht um bekannte Markenprodukte handelt. Geht es stattdessen um Artikel, zu denen es sehr ähnliche Alternativen geht, die Sie zu einem identischen Preis verkaufen können, dabei aber günstiger einkaufen, lohnt sich ein Wechsel in jedem Fall.

Laufende Kosten bieten viel Einsparungspotenzial

Werfen wir nun einen Blick auf die laufenden Kosten in Ihrem Unternehmen. Diese sind besonders interessant, weil sie sich Monat für Monat wiederholen. Wenn es Ihnen gelingt, hier für niedrigere Ausgaben zu sorgen, so lassen sich über längere Zeiträume beträchtliche Beträge einsparen.

Stellen Sie sich hierzu einmal vor, dass im Unternehmen Raumkosten in Höhe von CHF 5`000 pro Monat anfallen. Wenn es Ihnen gelingt, hier lediglich 10 Prozent einzusparen, dann summiert sich die Ersparnis pro Jahr bereits auf CHF 6`000. Innerhalb von zehn Jahren können Sie mit diesem geringen Aufwand CHF 60`000 einsparen, die unmittelbar Ihrem Profit zugute kommen.

Wichtige Beispiele für solche laufenden Kosten sind neben Miete und Nebenkosten vor allem die Ausgaben für Mitarbeiter, für Dienstleistungen, für Versicherungen, für Fahrzeuge oder für die Telekommunikation. Gehen Sie all diese Kostenpositionen einmal in Ruhe durch und prüfen Sie, in welchen Bereichen Einsparungen möglich sind.

Die Logistikkosten können Ihr Unternehmen stark belasten

Kommen wir zu einem Kostenbereich, der vor allem Online-Händlern schwer zu schaffen machen kann. Die Rede ist von den Ausgaben für Ihre Logistik. Darunter fallen Miete und Nebenkosten für das Lager, Personalausgaben, Kosten für Verpackungsmaterial, Versandkosten und ähnliche Posten.

Das Problem: Je mehr Aufträge Sie erhalten, desto höher werden auch Ihre Logistikkosten. Wenn Sie plötzlich deutlich mehr Pakete verschicken oder Produkte lagern müssen, steigt Ihr Bedarf an Fläche und an Mitarbeitern innerhalb von kürzester Zeit beträchtlich. Beides können Sie aber nicht einfach wieder loswerden, wenn sie Umsätze im Monat darauf plötzlich sinken. Aufgrund dieses Effektes wird Ihre Logistik immer deutlich teurer sein, als sie in Bezug auf den tatsächlichen Aufwand eigentlich sein müsste.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich für viele Online-Händler, die Logistik an einen externen Dienstleister auszulagern. Die Kosten hierfür sind oft deutlich geringer, als es sich die E-Commerce Unternehmer vorstellen. Schliesslich können professionelle Logistiker aufgrund ihrer vielen Kunden nicht nur den Flächen- und Personalbedarf besser planen. Sie erhalten auch deutlich bessere Konditionen bei Verpackungsherstellern und Versendern. Bitten Sie einen geeigneten Dienstleister also ruhig einmal um eine individuelle Offerte, um zu überprüfen, welche Einsparungen hier für Sie möglich sind.

Unser Fazit: Kostenkontrolle ist Chefsache

Jeder Rappen, den Sie auf der Kostenseite Ihres Unternehmens einsparen, fliesst unmittelbar in Ihren unternehmerischen Gewinn. Das sollte Ihnen Ansporn genug sein, Ihre Kosten immer unter Kontrolle zu halten und ganz regelmässig in Bezug auf mögliche Reduzierungen zu überprüfen.

Machen Sie die Kostenkontrolle in Ihrem Online-Unternehmen zur Chefsache und optimieren Sie dadurch Ihren Gewinn. Bedenken Sie: Je höher der Profit, desto sicherer ist Ihr Unternehmen für die Zukunft gerüstet.