Logistikwissen

Flexible Arbeitszeiten sind im E-Commerce Pflicht

Der Online-Handel: Ein Geschäftsmodell mit grossen Perspektiven

Lagerlogistik

Es gibt wohl keine wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Geschichte, die den Handel innerhalb von kurzer Zeit derartig stark verändert hat, wie die Einführung und Verbreitung des E-Commerce. Galt der Einkauf im Internet zu Beginn noch als ausgefallene Spielerei weniger Nerds, so wurde die revolutionäre Wirkung dieser neuen Handelsform schon nach kurzer Zeit klar.

Heute haben wir es global mit einer Situation zu tun, in der immer mehr Menschen dazu bereit sind, bestimmte Einkäufe im Internet zu tätigen. Dabei kommen ständig neue Zielgruppen und auch neue Produktbereiche hinzu, von denen man kurz zuvor noch dachte, sie würden sich nie im E-Commerce ansiedeln. Das steigende Volumen sorgt Jahr für Jahr für ein hohes Wachstum und auch die Zahl der Anbieter hat sich stetig vergrössert.

Insgesamt lässt sich, bezogen auf den einzelnen Online-Händler, aber auch beobachten, dass das individuelle Geschäftsvolumen starken Schwankungen unterworfen ist. Hierfür gibt es ganz unterschiedliche Gründe, die wir uns im nächsten Abschnitt näher anschauen wollen.

Der E-Commerce ist von Schwankungen geprägt

Kleine und mittlere Händler im Internet haben es nur selten mit einem stabilen Geschäftsverlauf zu tun. Stattdessen ist das Tagesgeschäft von Schwankungen gekennzeichnet. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen.

Zum einen ergeben sich aus vielen Produktbereichen saisonale Abweichungen in Bezug auf das Bestellvolumen. Wer etwa mit Pflanzen, mit Bademode, mit Winterbekleidung oder mit Weihnachtsartikeln handelt, um nur einige Beispiele zu nennen, der weiss ganz genau, dass sich der Grossteil der Bestellungen auf nur wenige Monate im Jahr verteilt.

Eine weitere Ursache für Schwankungen liegt darin, dass Sie es im Online-Handel immer wieder mit neuen Konkurrenten zu tun bekommen. Tauchen solche Mitbewerber plötzlich auf und gelingt es ihnen, grosse Zielgruppen von sich und ihren Angeboten zu überzeugen, dann haben Sie oft das Nachsehen. Es gelingt zwar häufig, das Verlorene wieder aufzuholen. Hierzu müssen Sie aber zuerst Online-Marketing Offensiven starten und warten, bis sich deren Wirkung voll entfaltet hat. In der Konsequenz führt dies also ebenso zu Schwankungen.

Auftragsschwankungen und Personal: Eine verhängnisvolle Verbindung

Dies alles wäre noch kein Problem, wenn sich schwankende Bestellzahlen nicht sehr deutlich auf Ihre personelle Situation auswirken würden. Im Logistik-Bereich müssen immer genügend Mitarbeiter vorhanden sein, um selbst in Zeiten mit hohem Volumen alle Aufträge schnell und zuverlässig zu bearbeiten. Doch was geschieht mit dem Personal, wenn Sie eine rückläufige Auftragsentwicklung erleben?

Hieraus ergibt sich ein Dilemma, das Sie als Unternehmer nur schwer in den Griff bekommen. Einerseits fehlen Ihnen die finanziellen Mittel, um dauerhaft einen Stab an Reservemitarbeitern zu unterhalten. Andererseits ergeben sich Auftragsspitzen mitunter so schnell, dass Ihnen nicht genug Zeit bleibt, um neue Mitarbeiter einzustellen.

Eine sehr umfassende Planung kann Ihnen hier bereits Linderung verschaffen. Je länger Sie Ihrem Geschäftsmodell nachgehen, desto besser können Sie im Vorfeld einschätzen, zu welcher Zeit Sie mehr Personal benötigen und wann es zu Auftragsrückgängen kommt. Damit decken Sie allerdings nur die Schwankungen ab, die sich aus saisonalen Effekten ergeben. Für kurzfristige Veränderungen im Bestellvolumen, die auf dem Verhalten Ihrer Konkurrenten basieren, bietet auch eine gute Planung keine wirklich überzeugende Lösung.

Unser Fazit: Professionelle Lösungen für eine komplexe Aufgabenstellung

Wir haben es hier mit einer komplexen Problemstellung zu tun, die von jedem einzelnen Online-Händler individuell gelöst werden muss. Wirklich grosse Unternehmen können durch Diversifizierung Personalengpässe vermeiden. Hier lassen sich verschiedene Produktbereiche einfach so miteinander kombinieren, dass es nie gleichzeitig zu saisonalen Veränderungen kommt. Ab einer bestimmten Unternehmensgrösse lassen sich auch die Schwankungen, die durch die Konkurrenz erzeugt werden, ausgleichen.

Kleine und mittlere Unternehmen müssen hier allerdings einen anderen Weg gehen. Es empfiehlt sich in vielen Fällen, mit einem externen Dienstleister zusammen zu arbeiten, der die Lagerung und die Versandlogistik übernimmt. In diesem Setup werden die Schwankungen nämlich durch den Logistik-Dienstleister ausgeglichen. Dies wird möglich, weil das Unternehmen für mehrere Kunden gleichzeitig tätig ist und dadurch, ähnlich wie die sehr grossen E-Commerce Anbieter, Mitarbeiter immer flexibel dort einsetzen kann, wo sie gerade gebraucht werden. Es kommt in der Folge nicht zu Engpässen und selbst in Auftragsspitzen können alle Bestellungen immer rechtzeitig versendet werden.

Gesprächsbedarf im E-Commerce: Warum Sie mit Ihrem Logistiker reden sollten

Im E-Commerce bleibt alles in Bewegung

E-Commerce Lagebesprechungen

Wer sich als Unternehmer für den E-Commerce entscheidet, der weiss ganz genau, dass er eine Branche wählt, die vor allem von Bewegung und Veränderung gekennzeichnet ist. Dies betrifft unter anderem die technische Infrastruktur, die Anforderungen und Wünsche der Verbraucher, die Entwicklungen im eigenen Produktbereich oder die Innovationen in Sachen Online-Marketing. Hinzu kommt, dass auch das Geschäftsvolumen selbst erheblichen Schwankungen unterworfen sein kann.

Im Internet befinden sich Kunde und Anbieter immer nur wenige Mausklicks voneinander entfernt. Darüber hinaus wird vor allem in den sozialen Netzen sehr viel über Marken, Produkte und Shops kommuniziert. Auf diese Weise kann es schnell dazu kommen, dass sich von einem Tag zum anderen viel mehr Besucher und Kunden auf der eigenen Website einfinden und dort Bestellungen tätigen als noch am Tag davor. Ebenso schnell können Kunden aber auch zur Konkurrenz abwandern, wodurch sich die täglichen Bestelleingänge schnell wieder reduzieren.

Hinzu kommen Abhängigkeiten von saisonalen Anlässen. Ob Jahreszeiten, bestimmte Wettersituationen, Feste und Feiern oder auch wichtige Sportereignisse: Das Kundenaufkommen im Shop und damit auch die Umsätze unterliegen vielen externen Faktoren. Insgesamt kann man sagen, dass der Wandel im E-Commerce zum eigentlichen Geschäftsmodell ganz einfach dazugehört.

Eine gute Vorbereitung sorgt für gleichbleibende Arbeitsergebnisse

Wer in einem solch wechselhaften Geschäftsbereich tätig ist, der muss grossen Wert auf eine gründliche Vorbereitung legen. Hier genügt es leider nicht, sich auf wenige standardisierte Entwicklungen einzustellen. Stattdessen muss innerhalb von kurzer Zeit auf Veränderungen reagiert werden, damit Schwankungen in Bezug auf Traffic und Bestellungen nicht zu Problemen führen.

Im Online-Handel geht es dabei vor allem um eine sinnvolle Bevorratung von Verkaufsware und um eine professionelle Planung logistischer Abläufe. Hinsichtlich der Lagermengen von Produkten gilt, dass zu hohe Mengen zu Lagerüberständen führen, die nach einiger Zeit nicht selten deutlich unter Preis vermarktet werden müssen. Zu geringe Mengen sorgen dagegen dafür, dass Sie bei entsprechendem Bedarf nicht lieferfähig sind und auf diese Weise Umsätze und auch Kunden verlieren.

Um sich in diesen Bereichen optimal vorbereiten zu können, sollten Sie auf der einen Seite auf ein engmaschiges Reporting setzen und auf der anderen Seite ihre wachsende Erfahrung nutzen. Die Erhebung und Berücksichtigung von wichtigen Kennzahlen ermöglicht Ihnen eine recht zuverlässige Prognose. Ausserdem versetzt Sie diese Vorgehensweise in die Lage, Trends und Entwicklungen vorauszusagen. Neben dem Reporting werden Sie im Laufe der Zeit aber auch immer besser darin werden, Veränderungen vor dem Hintergrund Ihrer wachsenden Berufserfahrung besser abschätzen zu können.

Regelmässige Lagebesprechungen zur Qualitätssicherung in der Logistik

Einen anderen Problembereich in diesem Zusammenhang bildet die Logistik. Selbst wenn es Ihnen gelingt, immer einen optimalen Lagerbestand zu bevorraten, so bringen Umsatzspitzen schnell Ihre Versandlogistik an ihre Grenzen. Geschieht dies, dann werden Sendungen nicht mehr pünktlich ausgeliefert und sie verlieren Umsatz und sogar Kunden.

Alle Online-Händler, die bereits mit einem externen Logistik-Dienstleister zusammenarbeiten, sollten es sich zur Gewohnheit machen, ganz regelmässige Lagebesprechungen mit ihren Partnern abzuhalten. Damit bieten Sie dem Dienstleister die Möglichkeit, sich rechtzeitig auf eine stärkere Auslastung von Lagerflächen und von Mitarbeitern einzustellen und sorgen so für reibungslose Abläufe.

Für alle Shop-Betreiber, die ihre Logistik bisher noch inhouse darstellen, bietet das Nachdenken über solche Situationen eine gute Gelegenheit, das Outsourcing von Lager- und Versandlogistik in Betracht zu ziehen. Auf diese Weise sorgen Sie für eine wirksame Entlastung Ihrer eigenen Mitarbeiter und schaffen die Grundvoraussetzung für eine gute Skalierbarkeit Ihres Geschäftsmodells.

Unser Fazit: Achten Sie auf einen engen Kontakt zu Ihren Dienstleistern

Grundsätzlich gilt, dass eine enge Zusammenarbeit und der regelmässige Dialog eine wichtige Voraussetzung für die fruchtbare Zusammenarbeit mit jedem externen Dienstleister darstellen. Suchen Sie hier in jedem Fall das Gespräch und achten Sie hierbei vor allem darauf, Ihre Partner immer rechtzeitig über Veränderungen, Entwicklungen und Neuerungen zu informieren.

E-Commerce aktuell: Fachmännische Lagerung für empfindliche Produkte

Lagerschäden sind mit schwerwiegenden Folgen verbunden

professionelle Lagerung

Hand aufs Herz: Bei den meisten Online-Händlern handelt es sich nicht gerade um ausgewiesene Logistik-Experten. Die Kernkompetenzen der Shop-Betreiber liegen meist in ganz anderen Bereichen. Sie kennen sich zum Beispiel besonders gut mit der Technik oder mit dem Online-Marketing aus, haben ein gutes Gespür für erfolgreiche Sortimente und für neue Trends oder beherrschen die Kommunikation mit ihren Kunden perfekt.

Ein Blick hinter die Kulissen von vielen Internet-Unternehmen zeigt im Bereich Logistik daher nicht selten eher chaotische Verhältnisse. Das betrifft vor allem die Lagerung von Waren. Zu Beginn wird hier oft und gerne improvisiert. Da wird dann die frei geräumte Garage, der Kellerraum oder auch das Büro schnell zur vorübergehenden Lagerfläche erklärt.

Bei allem Charme, den diese Start-up Atmosphäre auch verströmen mag: Eine solche Lagerung führt mit grosser Wahrscheinlichkeit zu ernsthaften Lagerschäden und damit zu hohen Verlusten. Waren müssen nämlich so aufbewahrt werden, dass weder die Produkte selbst noch ihre Verpackungen Schäden nehmen. Hierbei muss es sich gar nicht um grosse Ausfälle handeln. Es genügt bereits eine kleinere Schramme an einer hübschen Produktverpackung, um bei Ihren Kunden einen äusserst schlechten Eindruck zu hinterlassen. Kommt es zu grösseren Fehlern bei der Lagerung, dann riskieren Sie zusätzlich hohe Verluste, weil sich die Waren dann nicht mehr regulär verkaufen lassen.

Ohne Bestandskontrolle riskieren Sie die Kundenzufriedenheit

Besonders kritisch sind die Auswirkungen einer nicht sachgemässen Lagerung, wenn im Unternehmen versäumt wird, die Produkte regelmässig zu kontrollieren. Dann kann es nämlich schnell dazu kommen, dass Ware verschickt wird, obwohl sie Fehler an der Verpackung oder sogar am Produkt selbst aufweist. Dies führt zwangsläufig zu einem unzufriedenen Kunden und ist in sehr vielen Fällen mit einer Retoure verbunden.

Aus diesem Grund sollten Sie als Shop-Betreiber alles dafür tun, für einen perfekten Zustand Ihrer Produkte und der dazugehörigen Verpackungen zu sorgen. Vermeiden Sie es, Pakete zu hoch zu stapeln und achten Sie darauf, dass Verpackungen nicht schräg stehen oder andere Produkte berühren. Hierfür benötigen Sie allerdings entweder grosse Lagerflächen oder professionelle Lagerregale.

Selbst bei sachgemässer Lagerung sollte zusätzlich immer eine strenge Sichtkontrolle erfolgen, bevor ein Produkt umverpackt und versendet wird.

Eine professionelle Lagerung zahlt sich für Online-Händler aus

Eine professionelle Lagerung ist eine anspruchsvolle Angelegenheit. Hierbei kommt es vor allem darauf an, dass jedes einzelne Produkt optimal gelagert wird. Die genauen Lagerungsbedingungen hängen dabei natürlich von der jeweiligen Ware ab. Neben den allgemeinen Empfehlungen für eine ordnungsgemässe Lagerung müssen zusätzlich auch Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung berücksichtigt werden.

Es versteht sich von selbst, dass es viele Online-Unternehmer völlig überfordert, solche Voraussetzungen zu schaffen. Aus diesem Grund sollten vor allem Gründer und angehende Unternehmer darüber nachdenken, von Anfang an professionelle Voraussetzungen zu schaffen und mit einem externen Logistik-Dienstleister zusammenzuarbeiten, der die Lagerung und den Versand übernimmt.

In vielen Fällen ist das Outsourcing die günstigere Lösung. Ausserdem erreichen Unternehmen auf diese Weise von Beginn an professionelle Standards und sorgen für optimale Wachstumsbedingungen.

Unser Fazit: Setzen Sie auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister interessieren, dann sollten Sie sich auf die Suche nach einem besonders erfahrenen Partner machen. Dieser kann Sie nämlich in Bezug auf viele E-Commerce Aspekte beraten und begleiten und damit zusätzliche Beiträge zu Ihrem Erfolg leisten. Lernen Sie passende Kandidaten in Ruhe kennen, machen Sie sich vor Ort ein eigenes Bild von den einzelnen Betrieben und wählen Sie den optimalen Dienstleister für Ihr Unternehmen und Ihre Anforderungen aus.

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