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Warehouse Management System

Das richtige WMS schafft den Überblick

Irgendwann reicht Excel nicht mehr. Am Anfang lassen sich die Warenbestände und Bestellungen noch in einem einfachen Tabellenkalkulationsprogramm erfassen. Aber wenn das Geschäft wächst und das Lager grösser wird, stösst diese einfache Lösung an ihre Grenzen. Das manuelle Eintragen benötigt Zeit, Fehler schleichen sich ein, aktuelle Bestände sind nicht mehr zuverlässig nachvollziehbar. Es wird also Zeit für ein Warehouse Management System. Mit einem WMS hat der Onlineshop die Bestände immer im Blick: effiziente Warenbewegungen und klare Abläufe im Lager. Doch welche Funktionen sind wirklich wichtig? Wie lässt sich ein WMS sinnvoll einsetzen? Und worauf sollten Unternehmen achten, wenn sie ein System auswählen und einführen? Dieser Ratgeber gibt einen Überblick.

Wie man ein WMS sinnvoll einsetzt

Was ist ein WMS? Nomen est omen: Warehouse Management Systeme steuern die Lagerprozesse. Sie verschaffen einen klaren Überblick über Einlagerung, Bestand, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retouren – alles in einem System. Der Echtzeit-Blick auf die Bestände ist der grosse Vorteil eines WMS. Ein Warehouse Management System ist das digitale Steuerzentrum des Lagers. Es zeigt den aktuellen Zustand auf, aber auch das, was als Nächstes passieren soll. 

Der sinnvolle Einsatz eines WMS wird gerade dann deutlich, wenn ein Onlineshopbetreiber an die Grenzen der Leistungsfähigkeit von Excel stösst. Wenn der Umsatz wächst, häufen sich die Probleme: 

  • Die Bestandsdaten stimmen nicht mehr mit der Realität überein – wenn zum Beispiel Wareneingänge nicht rechtzeitig händisch eingetragen werden. 
  • Der fehlende Überblick über den aktuellen Bestand erschwert die Planungen – verspätete Nachbestellungen sind die Folge. 
  • Retouren lassen sich nicht mehr eindeutig zuordnen, weil die Datengrundlage unzuverlässig ist. 
  • Viele Mitarbeitende verbringen mehr Zeit mit der Suche nach Waren, die laut Tabelle verfügbar, aber am Platz nicht auffindbar sind. 

Mehrkosten im Betrieb können also auch die Folge eines fehlenden Warehouse Management Systems sein – weil der manuelle Aufwand steigt. Das gilt für die händische Erfassung mit Excel, aber auch für die praktischen Prozesse im Lager. 

Ein Warehouse Management System ersetzt Tabellen, die mit zunehmender Artikelzahl und höherem Bestellvolumen immer unübersichtlicher werden. Es macht die aktive Steuerung eines Lagers effektiver. 

  • Sofortige Erfassung der Ware beim Eingang (zum Beispiel mit Scannern, die die Daten unmittelbar ins System spielen). 
  • Zuordnung zu einem Lagerplatz oder einer offenen Bestellung. 
  • Unmittelbare Aktualisierung des Lagerbestands. 

Auch beim Retourenmanagement zeigen sich die Vorteile eines WMS: Das Scannen der Ware macht sofort klar, dass es sich um eine Rückgabe handelt. Die nötigen Prozesse können sofort in die Wege geleitet werden. 

Welches System mit welchen Funktionen? 

Nicht jedes Warehouse Management System passt zu jedem Onlineshop. Zu viel Komplexität sorgt gerade am Anfang für mehr Verwirrung als Entlastung. Deshalb gilt: Die tatsächlichen Anforderungen des Lagers bestimmen den Funktionsumfang.

Wer vorher mit Excel gearbeitet hat, wird schnell feststellen, wo die grössten Probleme liegen. 

  • Wenn die Bestände nicht zuverlässig aktualisiert werden, sollte das WMS vor allem die Bestandsverwaltung gut abbilden. 
  • Wenn die Mitarbeitenden immer länger nach Artikeln suchen müssen, ist eine klare Lagerplatzverwaltung wichtiger als zusätzliche Analysefunktionen. 
  • Wenn sich die Retouren nicht mehr nachvollziehen lassen, sollte das System gerade diesen Prozess übersichtlich abbilden.

Bei der Auswahl zählt deshalb nicht nur der Umfang der Funktionen. Viel wichtiger ist der erste praktische Eindruck – auch wenn dieser natürlich subjektiv geprägt ist: Ist die Oberfläche verständlich? Lassen sich typische Arbeitsschritte schnell ausführen? Benötigt das System eine lange Einarbeitungszeit? Kurz gesagt: Ein WMS muss vor allem im Lageralltag funktionieren. Dann wird es von den Mitarbeitenden auch angenommen und konsequent genutzt.

Tipp: Viele Anbieter stellen kostenlose Testversionen oder Demos zur Verfügung. Diese Möglichkeiten sollte man nutzen. Je länger die Testzeit, desto zuverlässiger lässt sich einschätzen, ob das System wirklich zu den eigenen Abläufen passt.

Schnittstellen statt Insellösungen

Im Onlinehandel reicht es nicht, das Lager isoliert zu verwalten. Bestandsdaten müssen auch im Onlineshop, auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay und in bestehenden ERP- oder Warenwirtschaftssystemen verfügbar sein. Schnittstellen sind notwendig, damit dieselben Informationen nicht mehrfach gepflegt werden. Auch technische Geräte im Lager sollten angebunden werden. Dazu gehören Scanner, Etikettendrucker und Waagen. Sie sorgen dafür, dass Warenbewegungen direkt erfasst und ohne Umwege ins System übertragen werden.

Eine Insellösung führt also nicht zum Ziel, sondern schafft nur neue Probleme. Weitere häufige Fehler sind die Auswahl eines zu grossen Systems oder der Rückgriff auf fehlerhafte Stammdaten. Es ist klar, dass die bestehenden Informationen vor der Einführung des WMS umfassend geprüft werden müssen. Und wenn die Mitarbeitenden nicht rechtzeitig in die Umstellung einbezogen werden, nützt auch die beste Software nichts. Ein WMS verändert häufig den Arbeitsalltag. Es kann nur dann funktionieren, wenn es von denjenigen, die damit umgehen, verstanden und akzeptiert wird.

Fazit

Ein Warehouse Management System ist kein Selbstzweck. Es gibt Onlineshops, die auch mit Excel funktionieren – allerdings nur bis zu einer gewissen Grösse. Wer Erfolg im Geschäft hat, wird irgendwann umsteigen müssen. Denn nur ein professionelles WMS kann die dann entstehenden Probleme lösen. Zu diesen Problemen gehören unklare Bestände, lange Suchzeiten oder unübersichtliche Retourenprozesse. Ein WMS schafft Klarheit – und Wachstum braucht klare Lagerprozesse, um nachhaltig zu sein. Genau dafür ist ein WMS die ideale Lösung. 

Hinweis zur Texterstellung

Dieser Text wurde vom Autor eigenständig erstellt und redaktionell geprüft. Zur punktuellen Unterstützung bei Recherche, Strukturierung und Formulierung wurden digitale Werkzeuge, einschliesslich KI-Systeme, eingesetzt. Sämtliche Inhalte wurden vom Autor überprüft und verantwortet.

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