Logistikwissen

Supply Chain Manager – Spezialist in der Logistik

Supply Chain Manager – Spezialist in der Logistik

Service

Der Supply Chain Manager ist bei vielen logistischen Prozessen besonders gefragt. Er übernimmt vielfältige Leistungsbereiche in der Logistikbranche. Wer auf einen solchen Berater setzt, bekommt einen Spezialisten und Generalisten zugleich. Aufgrund der Internationalisierung treffen diese aber auf neue Herausforderungen und müssen sich der Komplexität prozessgerecht anpassen.

Kundenorientierung und Bedarfsoptimierung – Aufgaben des Supply Chain Managements

Geht es um erhöhte Lieferzuverlässigkeit, mit senkenden Lieferkosten und optimaler Auslastung ist der Supply Chain Manager gefragt. Dieser behält bei allen Prozessen den Durchblick und sorgt für eine reibungslose Lieferkette. In Zusammenarbeit mit externen Zulieferern kann er Ausserordentliches leisten und übernimmt zusätzlich die Betreuung des Endkunden. Unternehmen mit einer gut funktionierenden Logistik, machen sich das Supply Chain Management zunutze.

Der Supply Chain Manager trifft dennoch aufgrund der Internationalisierung auf neue Herausforderungen. So führen Beschaffungs- und Absatzmärkte zu einer Globalisierung, dessen Versorgungssysteme sich ausweiten. Im Fokus stehen Planung und Entscheidungsfindung sowie ein Unternehmensmanagement, das sich den Gegebenheiten anpassen kann. Um die gesamten Prozesse optimal zu strukturieren, braucht es durchgängige Informationstechnologien. Diese sind aber nur vereinzelt vorhanden. Durch die Steigung der Anforderungen der externen Dienstleister und Lieferanten kommen die Systeme an ihre Grenzen.

Suche nach Lösungen für Nachfrage und Nachhaltigkeit

Das Supply Chain Management steht vor grossen Aufgaben, um die geforderte Komplexität zu bewältigen. So werden individuelle Lösungen für alle Lieferprozesse wichtig. Aufgrund der verkürzten Produktlebenszyklen steigt die Nachfrage vom Lieferanten bis hin zum Endverbraucher. Das führt zu einer verstärkten Marktanforderung. Die Lieferketten müssen daher auf kurz oder lang noch widerstandsfähiger und anpassungsfähiger werden. Zudem sind erhöhte gesetzliche Regularien zu beachten, die der Supply Chain Manager kennen sollte.

Während der hohen Nachfrage wird das Thema Nachhaltigkeit noch deutlicher fokussiert. Auch hier ist das Management gefragt, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden und ökologische sowie soziale Anforderungen umsetzen zu können.

Supply Chain Manager mit branchenspezifischen Kenntnissen

Da Unternehmen spezifisch ihre Lieferketten bedienen, braucht es die Unterstützung eines Supply Chain Managers, der sich individuell anpassen kann. So sollte dieser anhand seiner Kenntnisse, umfassendes Verständnis für die Zusammenhänge der Führungsebene sowie für die Funktion der Wertschöpfungsketten haben. Ebenso wichtig sind branchenspezifische Kenntnisse und Erfahrungen der einzelnen Lieferprozesse.

Supply Chain Manager sind weit mehr als nur Fachberater. Sie treffen auf Komplexität und bieten gleichzeitig treffende Lösungsansätze. Aus diesen Gründen wird es für Recruiter noch schwieriger, Logistik-Experten wie diese zu finden. So müssen herkömmliche Personalbeschaffungsmassnahmen grundsätzlich überarbeitet und neu definiert werden. Mit neuer Technologie können sekundenschnell und per Algorithmus treffende Wunschkandidaten gefiltert werden, deren Fähigkeiten und Erfahrungen passen.

Anforderungen steigen in allen Logistikbereichen

Ob mit oder ohne Supply Chain Manager; die Anforderungen sind vielfältig und steigen von Jahr zu Jahr. So betreffen sie alle Bereiche der Logistik, vom Beginn der Lieferkette bis hin zum Endkunden und der stetig wachsenden Digitalisierung. Unternehmen müssen sich zukunftsorientiert den wachsenden Herausforderungen stellen und sollten das Supply Chain Management nutzen, um sich zielführend dem Markt anzupassen.

Urbane Logistik: ein Zukunftsprojekt

Urbane Logistik: Ein Zukunftsprojekt

urbane Logistik

betrachtet man die Logistiktrends und deren wachsende Herausforderungen, ist urbane Logistik ein wichtiges Thema. Grossstädte werden mehr und mehr bebaut, die Infrastruktur wird angepasst und die Strassen werden immer voller. So bleibt kaum mehr Zeit, für schnelle und zuverlässige Lieferungen an Kunden. Der Trend geht in Richtung Expresslieferungen, bei denen Händler und Logistiker Schritt halten müssen. Urbane Logistik heisst das Ziel und mit ihr kommen neue Herausforderungen.

Urbane Logistik mit unterschiedlichen Szenarien

Wird von urbaner Logistik gesprochen, sind alle logistischen Prozesse innerhalb urbaner Räume gemeint. Hierbei handelt es sich um die Realisierung von Logistikprojekten, mit dem Nutzen der vorhandenen Infrastruktur. Unter Berücksichtigung der Verkehrssituation und Umweltbelastung stehen Logistiker vor grossen Herausforderungen. Denn urbane Logistik bietet zum einen eine grosse Chance und zum anderen offenbart sie neue Probleme.

Urbane Logistik ist auf dem Vormarsch und wagt bereits erste Schritte in Grossstädten. Roland Berger hat bereits dazu eine Studie „Urbane Logistik 2030 in Deutschland“ durchgeführt und zeigt interessante Szenarien auf, wie sich urbane Logistik bis zum Jahr 2030 zeigen könnte:

  • Das Szenario Wilder Westen beschäftigt sich mit der Konkurrenz zahlreicher Logistikanbieter. Jeder handelt für sich nach innovativen Logistik-Konzepten und beansprucht dafür seine eigenen Marktanteile. Das führt zu noch mehr Druck und bietet neuen Logistikern leichtes Spiel.
  • Tritt regulierte Vielfalt in den Vordergrund, geht es um Effektivität der Warenströme innerhalb von Grossstädten. Ziel ist es, das hohe Verkehrsaufkommen zu verringern. In diesem Fall steigt dennoch der Konkurrenzdruck zwischen Logistikdienstleistern, da Kooperationen und die durchgeführten Standards reduziert werden oder ganz weichen.
  • Urbane Logistik kann sich mit einer Stadtplattform zeigen, bei der der Anbieter die letzten Schritte nicht mehr eigenverantwortlich übernimmt. Dafür könnte es eine zentrale Plattform geben, die alle urbanen Warenströme selbst plant und diese mit einem dezentralen Lager umsetzt.
  • Bei der Koexistenz der Grossen handelt es sich um ein Szenario, das sich mit wenigen, grossen Plattformen beschäftigt, die aber untereinander konkurrieren. Dessen Grössen und Marktanteile würden sich aber dennoch effektiv auf das Managen der Warenströme auswirken.
  • Autonome Pods oder E-Cargobikes

    Um urbane Lösungen zu schaffen, sind autonome Pods und E-Cargobikes eine Alternative. Der französische Automobilhersteller Renault hat dafür ein Konzept mit dem Namen „ez-Pro“ entwickelt. Hierbei handelt es sich um fahrerlose Pods, die sich dem Bedarf anpassen können. Das Fahrzeug übernimmt neben den Transporten von Personen, auch Abholungen, Auslieferungen sowie die Übernahmen von Paketen.

    Auf diese Weise lassen sich mehrere Kolonnen zusammenführen, bei denen pro Kolonne ein menschlicher Mitarbeiter agiert und die Überwachung aller Prozesse übernimmt. Mit den autonomen Pods lassen sich vielfältige Möglichkeiten erreichen. So kann der Kunde selbst entscheiden, wie er sein Paket abgibt oder erhält. Auch sind App Pakete denkbar, mit denen Pakete aus Fächern abholt oder abgegeben werden können.

    Bevor autonome Pods in Grossstädten unterwegs sind, braucht es noch Zeit. Denn die Klärung von rechtlichen Rahmenbedingungen und der Ausbau des Konzeptes ist erst mittel- bis langfristig umsetzbar.

    Im urbanen Raum könnten sich ebenso E-Cargobikes bewegen. Mit einem Gewicht von 350 kg und 1000 Watt Antrieb hat UPS ein Pilotprojekt in Hamburg gestartet. Dieses Konzept gibt Anlass, weitere Städte mit den Fahrzeugen deutschland- und europaweit zu versorgen. Mit dem Pilotprojekt konnte UPS beweisen, dass sich im Schnitt 7-9 Zustellfahrzeuge einsparen lassen. Des Weiteren können aufgrund der Anschaffung des E-Cargobikes Kosten für Zustellfahrzeuge und deren Unterhalt sowie Kraftstoff eingespart werden. Ein zusätzliches Plus bieten E-Cargobikes hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit.

    Für den urbanen Raum eignen sich autonome Pods sowie E-Cargobikes. Denn in Grossstädten herrscht oft Platzmangel und Parkmöglichkeiten sind so gut wie nie vorhanden. Beide Fahrzeuge brauchen weniger Platz. Das E-Cargobike bringt noch zusätzlich den Vorteil mit, dass es auf dem Gehweg und nicht auf der Strasse gefahren werden kann.

    Lagerhaltung mit just-in-time

    Neben dem wachsenden Verkehrsaufkommen ist die Lagerhaltung ein wichtiges Thema. Denn die Lagerung von Beständen wird nicht nur knapper, sondern auch teurer. Die Lagerhaltung ausserhalb der urbanen Räume zu verlegen, bedeutet im Umkehrschluss grössere Entfernung in die Grossstädte und längere Lieferzeiten. Da der Onlinehandel in den letzten Jahren wächst, würde dieser noch mehr steigen und Logistikdienstleister müssen sich neuen Herausforderungen stellen.

    Mit den urbanen Lösungen kommen aber immer mehr Ansätze zutage, die genügend Freiflächen bieten. Zu denken ist dabei an Parkhäuser, die in den Grossstädten zahlreich vertreten sind. Deren tägliche Auslastung bezieht sich eher tagsüber, in den Nächten stehen diese üblicherweise leer. Dieser Aspekt könnte für just-in-time-Verfahren genutzt werden, in dem die Waren dort nachts gelagert und in den Morgenstunden ausgeliefert werden. Diese Möglichkeit bietet zwar nur eine limitierte Alternative, kann aber bei optimalen Beständen hilfreich sein. In diesen Fällen ist es daher zwingend notwendig, vorausschauend zu planen und die Nachfrage präziser zu prognostizieren. Mit fortschrittlicher Software kann eine entsprechende Bestandsoptimierung automatisch erfolgen.

    Die einzelnen Konzepte hören sich zwar vielversprechend an, benötigen aber noch Zeit. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die urbane Logistik in Zukunft entwickelt und wie sich diese meistern lässt.

Herausforderungen der Logistikbranche

Herausforderungen der Logistikbranche

Logistik

Die Logistikbranche hat es mit grossen Herausforderungen zu tun. So stehen Umweltschutz und Kosteneffizienz an erster Stelle. Händler geben Fulfillment in die Hände der Logistikdienstleister und deren Endkunden erwarten zuverlässige Lieferungen.

Logistikbranche mit guter Zukunftsorientierung

Die Logistikbranche wächst mit ihren Aufgaben. In der Wissenschaft hat sie sich im Ingenieurwesen, in der Informatik, Betriebswirtschaftslehre sowie Jura und Physik etabliert. Betrachtet man den Umsatz der Logistikbranche, so fällt der europäische Anteil von 25% stark ins Gewicht. Mit einem Umsatz von 263 Milliarden Euro im Jahr 2017 zeigte die Branche, was in ihr steckt. Aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur und der zentralen Lage, hat sich Deutschland als Export- und Durchfahrtsland bewiesen und ist somit in der globalen Welt ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Dennoch werden Logistikdienstleister vor neue Herausforderungen gestellt. Dazu gehören diejenigen Dienstleister, die einen weltweiten Anteil an Expressversand, Frachttransport, Supply Chain Management und E-Commerce übernehmen.

Auf dem europäischen und weltweiten Markt bietet die DB Mobility Logistics AG logistische Lösungen, deren Geschäftsfelder sich an DB Schenker und DB Cargo orientieren. Die Logistikbranche wird unter anderem von Hermes und Dachser sowie etwa 500.000 mittelständischen Unternehmen angetrieben.

Die reine Transportlogistik macht etwa ein Drittel aus. Planung und Koordination des gesamten Warentransportes gehören zur Vielseitigkeit der Speditionstätigkeiten. Dabei ist ein Wachstum hinsichtlich der Abgabe des kompletten Fulfillments an externe Logistikdienstleister zu beobachten. Ziel ist es, den Endkunden zufriedenzustellen und effektiv, die Logistikbranche mit allen Angeboten zu nutzen.

Hauptziele der Logistikbranche: die Sieben R

Hilfreich dafür sind die Hauptziele der Logistik, die sich aus sieben Regeln zusammensetzen. Diese Ziele werden auch die Sieben R der Logistik genannt, wobei das R aus dem englischen kommt und für die Abkürzung „right“ steht.

Zu den Sieben R der Logistik gehören:

  • das richtige Produkt
  • in der richtigen Qualität
  • in der richtigen Zeit
  • in der richtigen Menge
  • zum richtigen Kunden
  • zum richtigen Ort
  • zu den richtigen Kosten

Durch steigende Herausforderungen werden die Sieben R immer kompakter und unterliegen zur höchsten Effektivität logistischen Konzepten. Der Onlinekauf befindet sich seit Jahren im stetigen Wachstum, was eine Reaktion der Händler nach sich zieht. Um den Kunden bestmöglich zu bedienen, braucht es logistische Lösungen. Hierbei steht der effektive und kostensparende Transport der Ware von Tür zu Tür im Fokus. Noch unberührt und eine grosse Herausforderung ist die Transportlogistik hinsichtlich der Lebensmittel. Handelt es sich um leicht verderbliche, frische oder gekühlte Produkte sind China und USA mit der Effektivität der Logistik schon ganz weit vorne. Deutschland hat diesbezüglich Nachholbedarf.

Umweltproblematik und Transport

Die Effektivität und Kostenersparnis bei allen Transporten setzt sich aus Umweltauflagen der Länder zusammen. So werden beispielsweise Waren innerhalb von Städten transportiert, was zu Lärm, erhöhten CO2-Austoss und zu Verschleisserscheinungen der Transportwege führt. Durch den steigenden Onlinehandel wird zwar die Wirtschaft angekurbelt, dennoch zieht es eine hohe Umweltbelastung nach sich. Einige Städte reagierten bereits mit Umweltauflagen. So werden zeitweise Lieferwege gesperrt sowie nur noch bestimmte umweltfreundliche Transportmittel zugelassen. Die Dieselproblematik macht es nicht einfacher und wird sich in absehbarer Zukunft auch in der Logistikbranche negativ auswirken.

Warenumschlag und Lagerhaltung

Eine weitere Herausforderung der Logistikbranche ist die Umsetzung neuer Wege hinsichtlich von Warenumschlag und Lagerhaltung. Gerade in Städten fehlt es oft an Platz. Somit stehen nur begrenzte Lagerflächen zur Verfügung, die wenig Be- und Entladungsmöglichkeiten bieten. Hinzu kommt das eng terminierte Zeitfenster der Warenzulieferung in Umweltzonen. Durch das Sperren von Lieferzonen müssen Logistiker auf andere Transportmittel umsteigen, was letztendlich zu steigenden Kosten führt. Die Logistikbranche sucht nach Lösungen und nutzt Lagermöglichkeiten ausserhalb von Städten und muss dafür längere Transportwege mit mehr Kostenaufwand in Anspruch nehmen.

Zwischen Fulfillment und steigenden Anforderungen

Die Logistikbranche hat es mit steigenden Anforderungen zu tun, die sich nur schwer in Balance bringen lassen. Zum einen sollte die Effektivität des Transportes nicht ausser Acht gelassen werden, zum anderen erwartet der Kunde pünktliche und zuverlässige Lieferungen für die gleichen Kosten. Mit der Abgabe von Fulfillment an Logistikdienstleister steigen die Anforderungen noch höher. So kommen die Händler ins Spiel, die Bestzeiten zu niedrigen Preisen erwarten und somit ihre Kunden zufriedenstellen möchten.

In der gesamten Logistikbranche gibt es Nachholbedarf, der sich hinsichtlich von Qualität, Umweltschutz und Kosten- und Energieeffizienz positiv zeigen sollte.

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