Logistikwissen

E-Commerce aktuell: Fachmännische Lagerung für empfindliche Produkte

Lagerschäden sind mit schwerwiegenden Folgen verbunden

professionelle Lagerung

Hand aufs Herz: Bei den meisten Online-Händlern handelt es sich nicht gerade um ausgewiesene Logistik-Experten. Die Kernkompetenzen der Shop-Betreiber liegen meist in ganz anderen Bereichen. Sie kennen sich zum Beispiel besonders gut mit der Technik oder mit dem Online-Marketing aus, haben ein gutes Gespür für erfolgreiche Sortimente und für neue Trends oder beherrschen die Kommunikation mit ihren Kunden perfekt.

Ein Blick hinter die Kulissen von vielen Internet-Unternehmen zeigt im Bereich Logistik daher nicht selten eher chaotische Verhältnisse. Das betrifft vor allem die Lagerung von Waren. Zu Beginn wird hier oft und gerne improvisiert. Da wird dann die frei geräumte Garage, der Kellerraum oder auch das Büro schnell zur vorübergehenden Lagerfläche erklärt.

Bei allem Charme, den diese Start-up Atmosphäre auch verströmen mag: Eine solche Lagerung führt mit grosser Wahrscheinlichkeit zu ernsthaften Lagerschäden und damit zu hohen Verlusten. Waren müssen nämlich so aufbewahrt werden, dass weder die Produkte selbst noch ihre Verpackungen Schäden nehmen. Hierbei muss es sich gar nicht um grosse Ausfälle handeln. Es genügt bereits eine kleinere Schramme an einer hübschen Produktverpackung, um bei Ihren Kunden einen äusserst schlechten Eindruck zu hinterlassen. Kommt es zu grösseren Fehlern bei der Lagerung, dann riskieren Sie zusätzlich hohe Verluste, weil sich die Waren dann nicht mehr regulär verkaufen lassen.

Ohne Bestandskontrolle riskieren Sie die Kundenzufriedenheit

Besonders kritisch sind die Auswirkungen einer nicht sachgemässen Lagerung, wenn im Unternehmen versäumt wird, die Produkte regelmässig zu kontrollieren. Dann kann es nämlich schnell dazu kommen, dass Ware verschickt wird, obwohl sie Fehler an der Verpackung oder sogar am Produkt selbst aufweist. Dies führt zwangsläufig zu einem unzufriedenen Kunden und ist in sehr vielen Fällen mit einer Retoure verbunden.

Aus diesem Grund sollten Sie als Shop-Betreiber alles dafür tun, für einen perfekten Zustand Ihrer Produkte und der dazugehörigen Verpackungen zu sorgen. Vermeiden Sie es, Pakete zu hoch zu stapeln und achten Sie darauf, dass Verpackungen nicht schräg stehen oder andere Produkte berühren. Hierfür benötigen Sie allerdings entweder grosse Lagerflächen oder professionelle Lagerregale.

Selbst bei sachgemässer Lagerung sollte zusätzlich immer eine strenge Sichtkontrolle erfolgen, bevor ein Produkt umverpackt und versendet wird.

Eine professionelle Lagerung zahlt sich für Online-Händler aus

Eine professionelle Lagerung ist eine anspruchsvolle Angelegenheit. Hierbei kommt es vor allem darauf an, dass jedes einzelne Produkt optimal gelagert wird. Die genauen Lagerungsbedingungen hängen dabei natürlich von der jeweiligen Ware ab. Neben den allgemeinen Empfehlungen für eine ordnungsgemässe Lagerung müssen zusätzlich auch Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung berücksichtigt werden.

Es versteht sich von selbst, dass es viele Online-Unternehmer völlig überfordert, solche Voraussetzungen zu schaffen. Aus diesem Grund sollten vor allem Gründer und angehende Unternehmer darüber nachdenken, von Anfang an professionelle Voraussetzungen zu schaffen und mit einem externen Logistik-Dienstleister zusammenzuarbeiten, der die Lagerung und den Versand übernimmt.

In vielen Fällen ist das Outsourcing die günstigere Lösung. Ausserdem erreichen Unternehmen auf diese Weise von Beginn an professionelle Standards und sorgen für optimale Wachstumsbedingungen.

Unser Fazit: Setzen Sie auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister interessieren, dann sollten Sie sich auf die Suche nach einem besonders erfahrenen Partner machen. Dieser kann Sie nämlich in Bezug auf viele E-Commerce Aspekte beraten und begleiten und damit zusätzliche Beiträge zu Ihrem Erfolg leisten. Lernen Sie passende Kandidaten in Ruhe kennen, machen Sie sich vor Ort ein eigenes Bild von den einzelnen Betrieben und wählen Sie den optimalen Dienstleister für Ihr Unternehmen und Ihre Anforderungen aus.

Versandqualität und Retourenquote: Ein oft unterschätzter Zusammenhang

Retouren als erhebliches Problem im E-Commerce

professionelle Lagerung

HWenn ein Kunde sich nach einem Einkauf im Web-Shop entscheidet, die Ware an den Händler zurückzuschicken, dann stellt das für den Shop-Betreiber den Worst-Case dar. Nicht nur, dass ein bereits als sicher geglaubter Umsatz nachträglich storniert werden muss. Rücksendungen sind mit vielen weiteren Problemen verbunden:

  • Hoher Handling-Aufwand
  • Zusätzliche Kosten
  • Schwierige Vermarktung retournierter Produkte

Der Aufwand der Bearbeitung von Retouren ist erheblich. Die zurückgeschickte Sendung muss angenommen, ausgepackt, überprüft und eventuell instandgesetzt werden. Hierfür erhält der Händler keine Bezahlung. Er muss den Aufwand also aus der eigenen Tasche tragen.

Über diesen Aufwand hinaus fallen weitere Kosten an. Je nach Versandmodell und Rücknahmebedingungen, zählen hierzu zum Beispiel die Versand- und die Rücksendekosten. Hinzu kommen die Ausgaben für das Verpackungsmaterial und das Material, das für die Instandsetzung benötigt wird.

Nicht zuletzt können retournierte Waren meist nicht mehr in den regulären Warenverkehr aufgenommen werden. Sie müssen stattdessen über Plattformen wie eBay vermarktet oder an spezielle Dienstleister verkauft werden. In beiden Fällen liegen die erzielbaren Preise deutlich unter dem eigentlichen Verkaufspreis.

Der Zusammenhang zwischen Logistik und Rücksendungen

Für Retouren gibt es zahlreiche Ursachen. Je nach Produktbereich kommt es nicht selten vor, dass bereits bei der Bestellung feststeht, dass ein Teil der Lieferung zurückgeschickt wird. Dies ist zum Beispiel im Modebereich der Fall. Hier werden Kleidungsstücke in verschiedenen Grössen zur Anprobe bestellt und dabei wird maximal eine Grösse behalten. Gegen diese Art von Retoure kann man als Händler nicht viel unternehmen. Hier bleibt in letzter Konsequenz nur der Wechsel zu einem anderen Produktbereich.

Es gibt aber auch viele Retouren, denen ganz andere Ursachen zugrunde liegen. Dabei weisen Fehler in der Logistik eine grosse Bedeutung auf. Kommen Waren zum Beispiel deutlich zu spät an, dann führt die erhöhte Wartezeit nicht selten dazu, dass der Empfänger seinen Einkauf noch einmal kritisch überdenkt und dabei zu dem Schluss kommt, dass er das Produkt eigentlich doch nicht benötigt. Eine schnelle Zustellung schützt wirksam vor diesem Effekt.

Ebenso wirken sich schadhafte, verschmutzte oder unprofessionelle Verpackungen negativ auf die Anzahl der Retouren aus. Der Anblick solcher Pakete macht viele Verbraucher misstrauisch. Dieses Misstrauen überträgt sich leicht auf den Händler und auf sein Produkt und führt in der Konsequenz ebenso zu mehr Retouren. Kommt es sogar dazu, dass die falsche Ware verpackt oder diese auf dem Transportweg beschädigt wurde, dann ist eine Rücksendung ohnehin unausweichlich.

So sorgen Sie für eine niedrige Retourenquote

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen Sie die Retourenquote in Ihrem Shop deutlich reduzieren können:

  • Anfällige Produkte aus dem Sortiment entfernen
  • Ausführliche und ehrliche Produktbeschreibungen
  • Individuelle Produktbilder
  • Professionelle Logistik

Manche Produkte neigen einfach stärker zu Retouren als andere. Als Shop-Betreiber sollten Sie daher immer im Auge behalten, ob bestimmte Artikel aus Ihrem Sortiment zu besonders vielen Rücksendungen führen. Sollte dies der Fall sein, dann empfehlen wir Ihnen, das Produkt sofort aus dem Lieferprogramm zu entfernen. Anschliessend können Sie sich auf die Suche nach den Ursachen machen und prüfen, ob sich diese beseitigen lassen, bevor Sie den Artikel wieder aktivieren.

Produktbeschreibungen dienen natürlich hauptsächlich dem Zweck, einen Artikel anzupreisen und ihn dem potenziellen Käufer schmackhaft zu machen. Bei aller Betonung der positiven Eigenschaften sollten Sie sich hier aber dennoch um Objektivität bemühen. Erwähnen Sie Einschränkungen und Schwächen, die dem Besteller ohnehin sofort auffallen würden, lieber bereits im Produkttext. Dies wirkt sich deutlich zugunsten der Retourenquote aus.

Darüber hinaus sollten Sie darüber nachdenken, mit eigenen Produktbildern zu arbeiten. Die Herstellerfotos sollen die Artikel vor allem positiv darstellen. Dadurch kann es beim Besteller schnell zu Enttäuschungen kommen. Setzen Sie lieber objektive Fotografien ein. Diese sind zwar vielleicht nicht so verkaufsfördernd wie die Originalbilder. Dafür vermeiden Sie aber Enttäuschungen und senken so die Retourenquote.

Nicht zuletzt sollten Sie grössten Wert auf eine professionelle und zuverlässige Logistik legen. Alle Sendungen müssen optimal verpackt sein und den Besteller vor allem schnell und pünktlich erreichen. Wenn Sie dies im eigenen Betrieb nicht optimal umsetzen können, dann sollten Sie darüber nachdenken, die Lager- und Versandlogistik an einen externen Experten auszulagern.

Internationalisierung im E-Commerce: Ein hervorragender Multiplikator

Bewährte Geschäftsmodelle lassen sich gut auf andere Märkte übertragen

urbane Logistik

Wenn es Ihnen gelungen ist, mit Ihrem Online-Shop den hiesigen Markt zu erreichen und Sie mit dem Verkauf von Produkten im Internet gute Erfolge erzielen, dann liegt es eigentlich auf der Hand, über weitere Absatzmärkte nachzudenken. Schliesslich lässt sich Ihr Erfolg auf diese Weise multiplizieren.


Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang das Ausland. Je nachdem, für welches Zielland Sie sich entscheiden, können Sie hier auf eine ähnliche Nachfrage stossen, wie in der Schweiz. Die Internationalisierung bildet im E-Commerce daher einen sehr interessanten Multiplikator.

Die Internationalisierung ist zunehmend einfacher geworden

War es in früheren Zeiten sehr kompliziert und schwierig, eine Niederlassung im Ausland zu eröffnen, so ist die Internationalisierung mittlerweile immer einfacher geworden. Das Internet hat unsere Welt in den letzten Jahren stetig kleiner gemacht. Verbraucher sind selbst von Internet-Angeboten von der anderen Seite der Welt immer nur ein paar Mausklicks weit entfernt.
Für den Online-Shop spielt der physische Standort eines Unternehmens keine sonderlich wichtige Rolle, solange man die rechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass mittlerweile viele erfolgreiche Online-Händler ihre Aktivitäten auf das Ausland ausgedehnt haben und international tätig sind.

Vor der Internationalisierung immer den Markt analysieren

Bevor Sie sich konkret mit der Internationalisierung Ihres Online-Shops beschäftigen, ist es dringend erforderlich, dass Sie die infrage kommenden Zielmärkte sorgfältig analysieren. Die Zielsetzung muss dabei darin bestehen, herauszufinden, wie gross das geschäftliche Potenzial für Ihre Angebote dort jeweils ist.

Für den Anfang sollten Sie sich darauf beschränken, Ihre Aktivitäten auf ein oder maximal zwei Länder auszudehnen. So haben Sie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu sammeln und minimieren das Risiko schwerer Fehler bei der weiteren Ausdehnung.

Die Anpassung an den Zielmarkt und die Mentalität ist wichtig

Bei der Internationalisierung Ihres Geschäftsmodells kommt es vor allem darauf an, dass Sie Ihren Shop, Ihr Sortiment, Ihre Kundenansprache und auch Ihr Marketing auf das jeweilige Zielland und auf die Mentalität Ihrer neuen Zielgruppe anpassen. Geschieht dies nicht, können Sie nicht mit vergleichbar guten Umsätzen rechnen, wie in der Schweiz.

Hierbei hat es sich bewährt, mit Personen zusammenzuarbeiten, die über Kenntnisse und Erfahrungen in den jeweiligen Zielregionen verfügen. Im Idealfall handelt es sich hierbei um Mitarbeiter, die selbst aus dem Land stammen.

Logistische Prozesse müssen genau geplant werden

Eine bedeutende Rolle bei der Internationalisierung spielt die Logistik. Wenn Sie weiterhin mit einem festen Logistik-Standort in der Schweiz arbeiten wollen, dann muss sichergestellt werden, dass Sie die neuen Zielländer von hier aus zuverlässig, sicher und preiswert beliefern können. Ausserdem müssen hier verbraucherrechtliche, zollrechtliche und steuerrechtliche Bestimmungen berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner, der sich im internationalen Versandgeschäft gut auskennt und Sie hier professionell beraten und begleiten kann. Ohne eine solche Unterstützung könnte Ihr Vorhaben leicht an den logistischen Hürden scheitern.

Unser Fazit: Die Logistik entscheidet oft über den Erfolg der Internationalisierung

Sie haben nun verschiedene Facetten der Internationalisierung im E-Commerce kennengelernt und dabei erfahren, dass es viele gute Gründe gibt, die dafürsprechen, den eigenen Web-Shop auch auf andere Länder zu übertragen.

Neben der Anpassung Ihrer Inhalte und Ihrer Marketing-Strategie an die jeweiligen landestypischen Erwartungen und Gegebenheiten müssen Sie dabei vor allem eine Lösung für die Logistik finden. Experimentieren Sie dagegen selbst mit dem internationalen Versand, dann besteht ein hohes Risiko, dass es zu Fehlern und Pannen kommt. Ausserdem fallen hierbei in den meisten Fällen viel zu hohe Kosten an. Besser ist es also, von vornherein auf einen professionellen Partner mit viel Erfahrung zu setzen.

LogCoop
ASTAG
Designed by Webdesign Vision